Gerüche gehören zu unseren mächtigsten Sinnesorganen; wandern die erhaltenen Informationen ja direkt in unser emotionales Zentrum, dem Limbischen System. Das hat zur Folge, dass wir Gerüche oft nicht bewusst wahrnehmen sie aber sehr wohl etwas in unserem Körper auslösen.
Spannend ist: Wie wir auf einen Geruch reagieren (positiv/negativ) ist abhängig von den emotionalen Rahmenbedingungen als wir ihn das erste Mal rochen.
Und das ist programmierbar!
Von Thomas Urban
Rachel Herz von der Brown University in den USA hat in einem spannenden Experiment nachgewiesen, dass man Düfte positiv in Erinnerung behält, wenn man sie entspannt und in guter Stimmung kennenlernt und umgekehrt (siehe hierzu Gehirn und Geist 06/2010; Seite 13 ff). Riecht man die Düfte später wieder, so assoziiert man sie mit der guten Stimmung von damals.
Wie weit kann das gehen?
Stellen wir uns vor, ein Unternehmen versendet Briefe an ihre Kunden mit der Info über einen Gewinn und dieser Brief enthält eine leichte Duftmarke, die wir unbewusst wahrnehmen und positiv abspeichern (dank des Gewinns sind wir in guter und fröhlicher Stimmung).
Zum Abholen des Gewinns muss man in einen Shop, der natürlich ebenfalls nach diesem Duft riecht. Die Stimmung ist gut und so steigt natürlich auch die Chance für zusätzliche Verkäufe. Und das, jedes mal wenn der Kunde in Zukunft den Shop betritt.
Das ist nur ein Gedankenexperiment aber es zeigt, wie emotional wir funktionieren und welche Macht unsere Emotionen über uns haben.
Natürlich stoßen wir hier mit Sicherheit an ethische Grenzen in der Unternehmenskommunikation.
Ein Kommentar
Mich fasziniert dieser Artikel von Herrn thomas urban. Auch ich bin davon überzeugt, dass wenn wir es schaffen alle Sinnesorgane bei einen Verkaufs-/Abschlussprozess mitzu berücksichtigen es zu einem unbewußten Wiederkennungseffekt bzw. positiven Grundstimmung bei diesem erworbenen Produkt kommen wird.
Danke für diesen Artikel